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Ob für den nächsten Urlaub, das Eigenheim oder die private Altersvorsorge. Wir zeigen Ihnen auf, weshalb effektives Sparen mit Investmentfonds am ehesten gelingt.

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Bitte keine Emotionen

Neue Markttrends begeistern die Anleger und so wird schon einmal die strategisch durchdachte Anlagestrategie über Bord geworfen. Diese Begeisterung sorgt nicht selten für Spontankäufe am Kapitalmarkt, die in einer wilden Kombination von Wertpapieren münden.


Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn ich mich in meinem Keller umschaue oder meiner Wohnung, ob nun bei den Gartengeräten oder im Kleiderschrank - ab und zu sticht mir das eine oder andere Stück ins Auge, bei dem ich denke: Das war eine unnötige Ausgabe. Wieso habe ich sie trotzdem getätigt? Weil die Emotion des Augenblicks mich fortriss.

Mal wurde ich von dem in Rot gehaltenen Preisschild dazu motiviert, mir ein Oberhemd zuzulegen, dessen Farbe abseits meines üblichen Spektrums liegt. Oder durch den Verweis auf die begrenzte Lieferbarkeit inspiriert, eine praktische Gartenhacke zu erwerben – völlig verdrängend, dass ich es die letzten drei Jahre kaum geschafft habe, das Laub zusammenzuharken.

Wirtschaftliche Entscheidungen – das klingt so nüchtern nach Zahlen, Daten, Fakten. Und richtig: Der Homo Oeconomicus, der streng nach wirtschaftlichen Erwägungen, rational entscheidende Mensch ist ein Begriff, mit dem sich gerade in der Wirtschafts- und Finanzwelt viele Entscheidungsträger gerne assoziiert sehen. Die Wirklichkeit ist eine andere. Im privaten wie im beruflichen. Viele Entscheidungen halten gezielten Nachfragen nach ihren faktischen Grundlagen nicht ansatzweise stand.

Die Börse als Wochenmarkt für Wertpapiere

An der Börse geht es nicht anders zu. Das sollte nicht verwundern, denn die Börse ist eben das: ein Wochenmarkt für Wertpapiere, auf dem sich Menschen treffen. Statt Broccoli und Spargel werden hier Aktien und Anleihen, also verzinsliche Wertpapiere, gehandelt. Und während einige Teilnehmer tatsächlich rational ihren Einkaufszettel abzuarbeiten scheinen und Wertpapiere nur nach zuvor festgelegten Kriterien erwerben, lassen sich andere von steigenden Markttrends begeistern und dazu bewegen, die ursprüngliche Strategie über Bord zu werfen.

Was dann Minuten zuvor noch eine auf meine sorgsam ermittelte Risikobereitschaft abgestimmte Geldanlage war, ist Augenblicke später eine wilde Kombination von Wertpapieren, in die ich vor allem die Aktien hinein gekauft habe, die nach Meinung der meisten Marktteilnehmer gerade absolut hip sind.

Dreht jetzt bei diesen Spontankäufen die Meinung des Marktes und sinken in der Folge deren Kurswerte, gerät mein Portfolio schnell in Schieflage – ein Ausgleich innerhalb des Portfolios findet nicht mehr statt.

Das gilt übrigens auch im umgekehrten Fall: Generationen von Anlegern haben im Gefolge steigender Aktienkurse den Einstieg in den Kapitalmarkt gewagt, nur um einige Jahre später während eines Börsentiefs frustriert das Handtuch zu werfen und alle Wertpapiere zu verkaufen. Wenn sich dann in der Folge die Kurse wieder erholten, sie aber aufgrund ihres zuvor leergeräumten Depots daran nicht mehr teilhatten, hat das den Frust nur noch verstärkt und sie dem Kapitalmarkt häufig auf Dauer entfremdet.

Emotionalität als Ratgeber?

Emotionalität ist deshalb ein schlechter Ratgeber. Und obwohl das den meisten unter uns bewusst ist, gelingt es uns nicht, uns entsprechend zu verhalten. Das wiederum ist übrigens kein spezifisches Problem in Fragen des Kaufens oder Verkaufens. Es trifft uns in allen Lebensbereichen.

So weiß ich etwa, dass Sport – in Maßen – gut für meine Gesundheit wäre. Aber abends nach der Arbeit gebe ich dennoch der Couch und dem Buch den Vorzug. So bin ich halt – und das nicht erst seit letzter Woche. Bereits im Matthäus-Evangelium finden wir die Erkenntnis „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Wer aber um seine Schwäche weiß, kann Abhilfe schaffen: Sportmuffeln wie mir kann es helfen, sich mit einer Freundin zu verabreden – wenn ich weiß, dass die pünktlich um 18 Uhr im Laufzeug vor der Tür steht, will ich sie nicht enttäuschen und stehe gestiefelt und gespornt bereit.

Automatisierung und Delegation gegen Emotionen

In der Geldanlage kann Automatisierung und Delegation dafür sorgen, dass wir unsere Bequemlichkeit überwinden und unsere Emotionen hintenanstellen. Erschien es mir bislang vielleicht zu mühsam, mit meinem persönlichen Berater einen Termin zu vereinbaren, kann ich nun ohne zeitlichen Vorlauf die Online-Beratungsstrecke eines digitalen Beratungsansatz nutzen, um die wichtigen Punkte wie Anlagehorizont und Risikobereitschaft abzuklopfen. Im Ergebnis erhalte ich ein auf meine Bedürfnisse abgestimmten Fonds-Mix aus Aktien, Anleihen und Edelmetallen. Und den kann ich auch noch umsetzen, ohne auf die Uhrzeit achten zu müssen.

Noch wichtiger: Die automatisierte Geldanlage steht für Sachlichkeit und nüchterne Analyse, was die Auswahl des Portfolios betrifft. Sich selbst ein ausgewogenes Portfolio mit Investmentfonds langfristig erfolgreich zusammenzustellen, ist eine Herausforderung, an der so mancher Anleger bereits gescheitert ist. Dabei entstehen häufig Dynamiken, die zu ungewollten Resultaten führen. Zum Beispiel können Risiken verstärkt werden, ohne dass die entsprechenden Renditen eingefahren werden – das ist Privatanlegern nicht immer bewusst. Und da ich zudem das Management der zum Einsatz kommenden Fonds an die jeweiligen Fondsmanager delegiere, laufe ich nicht Gefahr, bestimmte Werte überzugewichten, nur weil sie gerade en vogue sind und in der Presse gut besprochen werden.

Und das Beste: Diese Form der Geldanlage kann ich – im Gegensatz zum Sport – tatsächlich von der heimischen Couch aus in Angriff nehmen.

Auf dieser sitzend wünsche ich Ihnen eine gute Zeit, bleiben Sie uns gewogen – und tschüss!

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