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Eine liebenswerte Kollegin von mir ist Anfang November mit 61 Jahren in den Ruhestand getreten. Ein wirklicher Ruhestand scheint es aber nicht zu werden, denn sie wird von Hamburg zurück in ihre ostfriesische Heimat ziehen, wo nicht nur Schwestern, Nichten und Neffen sondern auch noch die eigene Mutter bereits auf sie warten. Die Wohnung, die sie beziehen wird, hat sie bereits seit Mai angemietet. Wie sie mir erzählte, hat das in ihrem Umfeld den einen oder anderen veranlasst zu fragen, wie sie es sich leisten könne, zwei Wohnungen parallel zu bezahlen. Denn obwohl sie bereits sehr jung angefangen hat zu arbeiten und auf 45 Beitragsjahre kommt, muss sie als unter 65-jährige Kürzungen der gesetzlichen Rente in Kauf nehmen. Ihre Antwort sei, so meinte sie schmunzelnd, immer dieselbe: dank ihrer Fonds. Denn sie habe nach Ende der Ausbildung angefangen zu sparen: in Aktien-, Renten- und zeitweise auch in Immobilienfonds. Und für sie war klar, dass die eine Hälfte ihrer monatlichen Sparrate für konsumtive Zwecke und die andere Hälfte für ihre Altersvorsorge beiseitegelegt werden sollte.

Heute, knapp 40 Jahre nachdem sie begonnen hat, reicht es sogar dafür, die zweite Wohnung auch neu einzurichten, wie sie fröhlich ergänzte. Ich freue mich sehr für sie, denn sie ist wirklich ein äußerst liebenswerter Mensch.

Sparen und Konsumverzicht

Darüber hinaus ist sie aber auch, das zeigt ihre beschriebene Vorgehensweise, sehr diszipliniert gewesen. Und gerade in Verbindung mit Kapitalanlagen ist Disziplin bei mehreren Gelegenheiten ausnehmend hilfreich, um nicht zu sagen essentiell.

Das fängt damit an, überhaupt zu sparen. Einer unserer jüngeren Mitarbeiter erzählte dieser Tage, dass er im Freundeskreis immer verwundert den Kopf schütteln würde, wenn er sähe, was sich dieser oder jener gerade wieder für ein neues Gadget gekauft hätte oder was da für Urlaubsreisen ausgegeben würde. Und dass er in solchen Momenten zweifeln würde, ob es wirklich sinnvoll sei, sich selbst durch Sparen so zu kasteien. Denn Sparen ist Konsumverzicht. Und das erfordert Disziplin. In grauer Vorzeit fiel in diesem Zusammenhang auch gerne der Begriff der Bescheidenheit – der Begriff wie auch die damit beschriebene Einstellung scheinen also beide etwas aus der Mode gekommen.

Versuchungen beim Sparen

Doch Disziplin braucht es nicht nur, monatlich Teile seines Einkommens anderweitig anzulegen. Es braucht sie auch, das angelegte Kapital dort liegen zu lassen.

Letzteres fällt aus zweierlei Sicht schwer. Zum einen, weil mit dem wachsenden Kapital natürlich auch ganz neue Konsumregionen in Reichweite kommen – die Möglichkeiten erweitern sich, die Versuchungen auch. Zum anderen aber auch, weil das in Wertpapieren angelegte Kapital schwanken kann. So mancher ist schon in Panik geraten, wenn die Börsen eine Zeitlang den Rückwärtsgang eingelegt haben und hat sein Kapital gerade dann herausgezogen, als die Kurse im Tal lagen.

Wenn man also eine Rangliste der für eine erfolgreiche Geldanlage wichtigsten Tugenden anlegen wollte: Disziplin gehört für mich aufs Treppchen – ist vielleicht sogar die Nummer eins. Und mit ihrer Hilfe reicht es dann vielleicht auch bei weniger als 45 Beitragsjahren für einen vergleichsweise frühen Renteneintritt. Ich würde es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gönnen.

Wolff Seitz
Leiter Produktmanagement Investment

Seine ersten beiden Aktien kaufte er als Teenager 1987 inmitten des schwarzen Oktobers – leider nicht am Tiefpunkt und zudem beides deutsche Autotitel, also ohne Risikostreuung. Um diese und ähnliche Fehler zu reduzieren, absolvierte er bei einer norddeutschen Regionalbank zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann und parallel zu seiner Tätigkeit als Anlageberater ein BWL-Studium an der FernUniversität Hagen. Sein Ziel für ONVEST: Kapitalanlage entmystifizieren – die Börse ist der Wochenmarkt für Wertpapiere – und den Zugang zur professionellen Geldanlage so einfach und komfortabel wie möglich machen.

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