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„Ich weiß nicht.“ – eine beliebte Antwort bei Menschen, die sich nicht gern festlegen. Mit Fonds müssen Anleger das auch nicht.


Ich weiß nicht. Diese Antwort höre ich immer häufiger um mich herum. Besonders beliebt ist sie in Verbindung mit Fragen, die zu einer Entscheidung nötigen, zumindest aber eine Präferenz in Erfahrung zu bringen suchen. Kommst Du heute Abend mit zum Essen? Wo wollen wir dieses Jahr Silvester feiern? Soll ich das schwarze oder das dunkelblaue Kleid anziehen?

Trotz ihrer Schlichtheit ist diese Antwort vielschichtig. In ihrer reinsten Form bringt sie in frappierender Offenheit das Nicht-Wissen bzw. des Nicht-Entscheiden-Könnens des Sprechers in Bezug auf die gestellte Frage zum Ausdruck. Aber leider ist diese Form die Ausnahme – was sicherlich auch an der Interpretation des Empfängers liegen mag.

Was hinter der Antwort steckt

So kann in den drei Wörtern die Botschaft mitschwingen, dass der Befragte gar keine Lust auf das besagte Abendessen hat, diese Absage aber so unverblümt nicht kundtun will. Es kann aber auch sein, dass er mehr Informationen für eine abschließende Bewertung benötigt, diese aber nicht einzufordern wagt. Last but not least und ohne Anspruch auf Vollständigkeit kann es aber auch um eine taktische Verzögerung gehen. Denn vielleicht kommt im Laufe des Nachmittags im Social-Media-Zeitalter spontan noch eine spannendere Einladung – und wer würde sich da jetzt schon festlegen wollen. Bei Jugendlichen ist dies zunehmend zu beobachten.

Entscheidungen beim Thema Geldanlage

Insofern kann man diese Antwort auch in Verbindung mit einer anstehenden Entscheidung über eine Geldanlage zum Einsatz bringen. Zwar geht es hier weniger häufig um eine Frage der Lust – aber vor einer Entscheidung sollte ich in jedem Fall alle meine Fragen gestellt und beantwortet bekommen haben. Und da es auch Kapitalanlagen gibt, die eine Bindung über mehrere Jahre erfordern, ist selbst nach Beantwortung aller Fragen ein letztes Zögern für mich nachvollziehbar.

Der Vorteil von Fonds

Wer sich aber zumindest im Klaren ist, dass er heute Abend etwas essen will, pardon: für eine längerfristige Geldanlage zurücklegen will, sich aber trotz alledem so gar nicht festlegen mag, ist meines Erachtens mit Fonds und noch besser mit einem Fondssparplan sehr gut aufgehoben. Denn zu meinen Fondsanteilen und meinem Depot kann ich heute ja … und morgen schon wieder nein sagen. Es gibt keine Kündigungsfristen. Kaum ist das Depot eröffnet … ist es auch schon wieder geschlossen. Und kaum sind die Fondsanteile gekauft … können sie auf Wunsch auch schon wieder verkauft werden. Und selbst da muss ich mich noch nicht einmal entscheiden, alle zu verkaufen. Ich kann mich auch erstmal nur von einem Teil wieder trennen. Und morgen wieder welche dazukaufen.

Zwar sollte man das natürlich nicht tagaus, tagein so handhaben. Denn Hin und Her macht Taschen leer, wie mir mein Ausbilder vor dreißig Jahren beibrachte. Aber möglich ist es. Und das ist gut so. Denn eine – drohende – Einschränkung der Wahlmöglichkeiten führt bei Menschen häufig zu einer vielschichtigen Abwehrreaktion. Psychologen sprechen von Reaktanz. Insofern wird es als erleichternd wahrgenommen, wenn zu treffende Entscheidungen nicht endgültig sind und mir anschließend noch sämtliche Handlungsoptionen zur Verfügung stehen. „Solange der Vorrat reicht“ ist deshalb ein beliebter, aber etwas gemeiner Werbespruch, der auf eben diese Reaktanz abzielt und den potenziellen Kunden aus psychologischen Gründen aufgrund der Gefahr des Ausverkaufs bei einer Ware zugreifen lässt.

Im Gegensatz zu anderen Sparformen bleiben dem Anleger bei Fonds derartige psychologische Reaktionen erspart. Denn Fonds nehmen zu Recht für sich in Anspruch, eine der flexibelsten und gleichzeitig chancenreichsten und verfügbarsten Anlageformen unter der Sonne zu sein. Deshalb erreicht der Fondskäufer nicht nur in der Regel sein Sparziel, sondern ist zudem psychologisch mit sich im Reinen.

Ein Hinweis allerdings sei augenzwinkernd erlaubt: Den infolge eines zaudernden Einstiegs verpassten Teil der Wertzuwächse kann ich nicht mehr zurückholen. Deswegen sollte ich der erwähnten Chancen wegen heute schon mal entspannt ja sagen. „Nein!“ kann ich morgen aufgrund der Flexibilität noch immer hinterherrufen.

Mit herzlichen Grüßen aus Hamburg

Wolff Seitz
Leiter Produktmanagement Investment

Seine ersten beiden Aktien kaufte er als Teenager 1987 inmitten des schwarzen Oktobers – leider nicht am Tiefpunkt und zudem beides deutsche Autotitel, also ohne Risikostreuung. Um diese und ähnliche Fehler zu reduzieren, absolvierte er bei einer norddeutschen Regionalbank zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann und parallel zu seiner Tätigkeit als Anlageberater ein BWL-Studium an der FernUniversität Hagen. Sein Ziel für ONVEST: Kapitalanlage entmystifizieren – die Börse ist der Wochenmarkt für Wertpapiere – und den Zugang zur professionellen Geldanlage so einfach und komfortabel wie möglich machen.

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